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Wie 11 Zeilen Javascript das Netz zum Einsturz brachten

Aufgrund von Rechtsstreitigkeiten hat ein Entwickler seinen gesamten Code aus npm, einem populären online-Repository für Javascript-Bibliotheken zurückgezogen und es damit geschafft, populäre Projekte wie node.js und andere, die sich darauf verlassen, dass der Code dort in der Cloud existiert, auf die Bretter zu legen.

Builds schlugen fehl, Auslieferungen haben nicht geklappt – kurzum: Chaos, verursacht durch 11 Zeilen einfachen Javascript-Code.

Die Grundidee von npm und anderen Repositories ist gut, aber was, wenn solche Fälle sich häufen? Wie viel Ihres Codes in Produktion ist abhängig von extern gehosteten Bibliotheken? Haben Sie Alternativen auf Lager?

Gefunden auf ‚The Register‘.

Checklisten können Leben retten

Eines der letzten Bücher, das ich gelesen habe, ist „The Checklist Manifesto“ von Atul Gawande. Im Kern geht es um ein absolut einfaches Thema, bei dem man kaum vermutet, dass es a) so einen großen Einfluss haben und b) auch noch so spannend geschrieben sein kann: Checklisten.

Atul Gawande macht sich im Kern Gedanken darüber, warum trotz inzwischen reichhaltig vorhandenem Wissen und extremer Erfahrung gerade in medizinischen Berufen so viele unnötige und einfache Fehler gemacht werden. In den letzten Jahrzehnten ist das Wissen über den Körper dramatisch gestiegen, es gibt Spezialisten für alle möglichen Krankheiten und dennoch werden ganz simple Fehler immer wieder gemacht. Eines seiner Beispiele sind Infektionen, die durch intravenöse Schläuche verursacht werden können, eine der häufigsten Komplikationen in Kliniken der USA.

Einen Schlauch zu legen ist relativ trivial, ein paar einfache Dinge sind zu beachten, aber nichts, was auch nur ansatzweise die Komplexität einer Operation erreichen würde. Aber immer wieder geht etwas schief – Patienten sterben.

Um dies zu verhindern, macht sich Gawande auf die Suche nach einer Methode, und stößt auf die Checklisten der Flugzeugindustrie. Mithilfe eines Boeing-Mitarbeiters erstellt er eine Checkliste speziell für Ärzte und Schwestern, einzig mit dem Zweck, diese Infektionen zu reduzieren. Ein Test ein einer Klinik wird gestartet.

Über einen Zeitraum von 15 Monaten werden die Listen von den Schwestern eingesetzt, gegen den Widerstand der Ärzte, die sich sicher fühlen, in dem, was sie tun. Die Ergebnisse sind dramatisch: in dieser einzigen Klinik ist die Infektionsrate von 11% auf 0% gefallen, über 40 Infektionen und 8 potentielle Tode wurden verhindert.

Weitere ebenso drastische Beispiele folgen, es liest sich teilweise wirklich unglaublich. Zusätzlich kommt hinzu, dass Gawande praktisch überall auf extremen Widerstand stößt. Die meisten Menschen fühlen sich durch Checklisten eingeengt, bevormundet und wollen die Vorteile nicht sehen.

Was bleibt für mich übrig? Ich versuche inzwischen, selbst mehr auf Checklisten zu setzen. Checklisten für Programmreleases, Checklisten für Arbeiten, die am Monatsende immer wieder erledigt werden müssen usw. In 80% der Fälle hätte ich die Arbeit sicherlich auch ohne Checkliste gut erledigt, aber in den 20%, die übrig bleiben, wäre ein unnötiger Fehler passiert.

„The Checklist Manifesto“ von Atul Gawande

„Checklist Strategie“ von Atul Gawande

Drei Dinge, die Sie nie sagen wollten

„Warum geht mit der neuen Standardsoftware eigentlich alles umständlicher als vorher?“

Vielleicht gab es vorher eine kleinere Lösung, die zwar nicht so viel konnte, aber besser innerhalb Ihrer Systemlandschaft vernetzt war? Oder die Mitarbeiter kamen mit der Excel + Papier – „Lösung“ besser klar, weil sie weniger komplex war?

Höchstwahrscheinlich ist die Ursache allerdings eine andere. Bei der Einführung der neuen Standardlösung wurde der Standardfehler gemacht: die Anwender wurden nicht richtig befragt und daher die echten Bedürfnisse nicht in Erfahrung gebracht. Aber das muss nicht heißen, dass die neue Software nicht passt. Eventuell muss sie einfach noch etwas passender gemacht werden und besser mit ihren bestehenden Systemen verbunden werden. Das lässt sich mit guter Beratung meist problemlos und schnell lösen.

„Gibt es denn nichts besseres, als Excel und Access?“

Klar gibt es das, aber man muss den Mut haben, danach zu suchen. Die beiden hier angesprochenen Programme von Microsoft sind wirklich zwei tolle Tools. Relativ einfach zu bedienen und mächtig – aber haben ihre Grenzen.

Ein Softwareberater kann Ihnen helfen, die Ist-Situation zu erfassen, gemeinsam ein Verständnis zu gewinnen und zu überlegen, ob und wie man ablösen kann. Vielleicht bleibt man ja doch bei der Office-Lösung und erweitert diese um professionelle Funktionen, auch das ist durchaus möglich und kostet vor allem nicht die Welt.

„Ist es so schwierig zu verstehen, was wir brauchen?“

Wahrscheinlich nicht, aber eventuell ist ihr Softwareanbieter ein Technik-Freak, der sich auf die tollen Features und genial komplexen Funktionen seiner Software fixiert hat. Davon gibt es leider nicht wenige. Ich fühle mich immer an den Moment erinnert, wenn ich mit dem Auto in die Werkstatt fahre und der Mechaniker mir erklären will, warum der Motor nicht immer anspringt.

Was beiden fehlt, ist ein Übersetzer zwischen Mensch und Techniker. Jemand, der die technische Seite kennt, sie aber so formulieren kann, dass ein Anwender versteht, wie es gemeint ist. Fragen Sie mich (also zum Thema IT, nicht beim Auto).

42 – Die Lösung aller Aufgabenprobleme

Heute morgen habe ich auf dem IT-Unternehmerfrühstück in Eschborn die Gelegenheit gehabt, einmal meine Art der Aufgabenverwaltung darzustellen.

Damit nicht nur unsere kleine Runde etwas davon hat, das Ganze hier noch einmal in kurzer Schriftform. Wer es detaillierter mag, kann mich gerne kontaktieren und ich beantworte alle Fragen oder halte die Präsentation auch gerne für ihr Team.

Warum überhaupt ein neues System?

Früher ™ habe ich meine Termine im Kalender vermerkt und Aufgaben meist im Tool des Monats vermerkt (zuletzt beispielsweise die Aufgabenliste von Outlook). Dabei habe ich allerdings gemerkt, dass es nicht gerade effizient war, ich immer noch viel zu viel im Kopf haben musste und es einfach keine klare Struktur gab, was wo abgelegt wurde.

Mein Ziel jeden Abend war: eine leere Inbox, und dazu gehört nicht nur die email, sondern auch sonst alles, was sonst so über den Tag anfällt (Plakate, die ich gesehen habe. Bücher, die ich eventuell lesen möchte, …)

Den Kopf frei bekommen eben.

Was ist mir wichtig?

Es muss so einfach wie möglich funktionieren, immer und überall (also auch im Urlaub) und mir keine unnötigen Einschränkungen auferlegen.

Der Weg dorthin

Ohne externe Informationen ist es schwer, ein eigenes System aufzusetzen. Also habe ich zuerst einmal nach Inspiration gesucht, Bücher gelesen und diverse Software getestet. Die Essenz aus allem für mich lautet: Immer nur eine Komponente auf einmal ändern. Nur so kann man herausbekommen, ob es eine Verbesserung oder Verschlechterung darstellt.

Das System – Getting things done

Die Vorbehalte waren wirklich groß. Ein Amerikaner, der verspricht, dass man Aufgaben wirklich abgearbeitet bekommt. Ordnung ins Chaos bringen und dabei noch möglichst ohne markige Sprüche – ok, letzteres hat nicht ganz geklappt, aber David Allen schafft es tatsächlich, mit einem sehr einfachen System, das vor allem keine besondere Technik, Software oder ähnliches voraussetzt, sehr viel gut zu lösen.

Collect – alles, was einem einfällt, was in Form von Zetteln, Emails, Notizen, Flyern … in die Hände fällt, wird gesammelt (für meine Besprechungsnotizen habe ich das schon einmal beschrieben) und regelmäßig abgearbeitet. Mindestens einmal täglich, aber nicht zu oft.

Process – alle gesammelten Informationen werden nur einmal angefasst und es wird sofort entschieden, ob

  • es in den Müll kann -> sofort wegwerfen
  • es eine Information darstellt, die wichtig ist -> einem Projekt oder dem Archiv zuordnen
  • es eine Aufgabe ist -> hier wird es detaillierter
    • Aufgaben unter 2 Minuten Dauer sofort erledigen
    • Kann man es delegieren -> wenn ja, weitergeben
    • Ansonsten in die Aufgabenliste oder den Kalender

Review – einmal pro Woche (bei mir Freitag morgen) werden die Aufgabenliste und der Kalender durchgesehen. Die Aufgaben für die nächste Woche werden geplant und der Fortschritt für die aktuellen Projekte angesehen.

Wer mehr Details wissen mag, den verweise ich gerne auf das Buch, entweder im englischen Original, oder in der deutschen Übersetzung.

Was hilft mir bei meiner Arbeit?

  • Email und Kalender sind bei Google Apps geparkt (gmail und google calendar)
  • Evernote verwaltet meine Notizen
  • Ich nutze Notizbücher von Leuchtturm 1917 zum Mitschreiben, in Kombination mit Whitelines Link landet alles direkt in Evernote
  • Sollte mir etwas im Auto einfallen, spreche ich es auf meine Mailbox, die schickt es per Mail an mich

Die Folien zur Präsentation sind bei swipe.to abrufbar.

Cartoon: Die Baumschaukel und was das für Projekte bedeutet

Wahrscheinlich hat jeder, der irgendwie an Projekten beteiligt ist (und wer ist das in der heutigen Arbeitswelt nicht?), schon einmal den Cartoon mit der Baumschaukel gesehen.

Project Cartoon

Eigentlich wollte ich hier einen Artikel schreiben, der anhand der Grafik erklärt, wozu man einen Softwareberater braucht … eigentlich … dann habe ich angefangen, den Cartoon im Internet zu suchen und bin auf so viel tolles Material dazu gestoßen, dass ich es einfach vorstellen musste.

Der Project Cartoon Generator zum Beispiel hat verschiedenste Sprachen im Angebot und erlaubt es, eigene Varianten des Cartoons zu erzeugen und zu speichern.

Inzwischen gibt es sogar Parodien auf den Cartoon, hier hat unter anderem Super Mario seinen Auftritt.

Sehr schön ist auch die Seite von Alan Chapman, der sich die Mühe gemacht hat, die Historie des Bildes aufzuarbeiten. Hier wird ganz schnell klar, dass es sich nicht nur um moderne Probleme handelt. Kommunikationsprobleme gibt es einfach seit Anbeginn der Menschheit.

Ach ja, das ursprüngliche Thema: Ein Softwareberater löst Kommunikationsprobleme. Zwischen Mensch und Technik. Zwischen Anwender und Techniker. Interesse an einem Gespräch?

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